Theorie zur Praxis

Um etwas für sich gestalten zu können, muss man verstehen, wie es funktioniert. So läuft es nicht nur in der Natur, wo es offensichtlich ist – die Kenntnis der Naturgesetze macht es möglich, sie der Menschheit zu Nutze zu machen, z.B. die Elektrizität -, sondern auch in der menschlichen Gesellschaft selbst.  Damit eine aktive Umgestaltung der Gesellschaft im Interesse der Jugend begangen werden kann, muss man wissen, wie die Gesellschaft funktioniert, um zu wissen, was möglich ist und wie man seine Ziele erreicht. Vor allem auch mit Hilfe von welchen gesellschaftlichen Gruppen. Daher ist Bildungsarbeit auch und vor allem in der SDAJ unumgänglich. Wir als Ortsgruppe Solingen bilden uns ständig weiter und stehen als Ansprechpartner bereit. Für alle, die sich ans Selbststudium der Theorien von Marx, Engels und Lenin machen wollen, sei hier eine Auswahl an empfohlenen Texten bereitgestellt. ;-)
(Weitere Links finden sich unter der Rubrik “Links“)

Allerdings gilt auch hier “Bücher lesen reicht nicht.”

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Grundlagen sozialistischer Theorie

Karl Marx, Friedrich Engels: Manifest der Kommunistische Partei

Friedrich Engels: Grundsätze des Kommunismus

Karl Marx: Lohn, Preis, Profit

Karl Marx: Kritik des Gothaer Programms

Friedrich Engels: Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft + Einführung

Lenin: Der “linke Radikalismus” – Kinderkrankheit im Kommunismus + Einführung

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Antifaschismus

Georgi Dimitroff: Arbeiterklasse gegen Faschismus

Kurt Gossweiler: Der deutsche Imperialismus und der Platz des Faschismus in seinem Herrschaftssystem heute

Kurt Gossweiler: Faschismus und antifaschistischer Kampf gestern und heute

Kurt Gossweiler: Faschismus und herrschende Klasse gestern und heute

Kurt Gossweiler: Einige Gedanken zum Faschismus gestern und heute

Kurt Gossweiler: Arbeiterklasse und Faschismus

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Internationale Solidarität

Kontakt zur AG Internationalismus

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Frieden

Kontakt zur AG Antimilitarimus

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Arbeiterjugendpolitik

Kontakt zur AG Arbeiterjugendpolitik

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Schülerpolitik

SchülerInnenpolitik auf der bundesweiten SDAJ-Seite

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Was ist Kommunismus? – in 20 Thesen….


01.  Im Gegensatz zu allen anderen Lebewesen dieser Welt können die Menschen ihre Lebensbedürfnisse durch bewusste Produktion befriedigen.

02.  Da die bewusste Produktion die Emanzipation und den Reichtum der Menschen, ihre Freiheit von äußerlichen Einflüssen, befördert, sind die Menschen an einer fortschreitenden Entwicklung ihrer Produktivkräfte interessiert.

03.  Die fortschreitende Entwicklung der Produktivkräfte hat zur Folge, dass die menschliche Produktion zunehmend spezialisiert, arbeitsteilig und gesellschaftlich stattfinden muss.

04.  Die Produktionsverhältnisse, die die Menschen zueinander eingehen, sind in hohem Maße von der fortschreitenden Entwicklung der Produktivkräfte abhängig und müssen sich dieser Entwicklung immer wieder anpassen, um sie zu stimulieren, anstatt sie zu behindern.

05.  Die sich entwickelnde Produktion hat es möglich gemacht, dass die Menschen mehr produzieren können, als sie für ihren unmittelbaren Lebensunterhalt brauchen. Zudem hat die arbeitsteilige Produktion auf einer bestimmten Stufe der Entwicklung zur Herausbildung von Privateigentum an Produktionsmitteln geführt.

06.  Damit waren die Vorraussetzungen geschaffen, die die Spaltung der Gesellschaft in Klassen, die Ausbeutung der einen durch die andere, zur geschichtlichen Daseinsweise der gesamten Menschheit werden ließen.

07.  Es kann historisch unterschieden werden zwischen Sklaverei, Feudalismus und Kapitalismus, wobei außerökonomische Gewalt und persönliche Unterdrückung zunehmend durch innerökonomischen Abhängigkeit und so genannte Sachzwänge ersetzt wurden.

08.  Unsere Zeit, die Zeit der globalen Herrschaft kapitalistischer Monopole, ist geprägt durch eine hochgradig arbeitsteilige und somit gesellschaftliche Produktion einerseits und der privat-kapitalistischen Aneignung des gesellschaftlich produzierten Reichtums durch eine kleine Gruppe von Bank- und Konzernherren andererseits.

09.  Trotz der sich entwickelnden Produktivkräfte und des wachsenden Wunsches der Menschen nach Selbstbestimmung und Freiheit, widersetzt sich die durch die bestehenden Produktionsverhältnisse begünstigte Klasse einer progressiven Erneuerung des Zusammenlebens der Menschen.

10. Gestützt auf ihre Produktivkräfte, geleitet von ihrem reaktionären Klasseninteresse, führt die herrschenden Klassen einen Klassenkampf von oben, wobei sie sich ihrer politischen, national-staatlichen und bewaffneten Organisationen und der Kulturindustrie bedient, um die weitere Emanzipation der gesellschaftlichen Mehrheit zu verhindern.

11. Der sich entwickelnde Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit, zwischen der weiteren Entwicklung der Produktivkräfte und den rückständigen Produktionsverhältnissen, kann unter anderen an folgenden Erscheinungen des Kapitalismus abgelesen werden:

a) Überakkumulation von Kapital bei zunehmender Armut eines großen Teils der Weltbevölkerung,

b) Zunehmender Demokratie- und Sozialabbau von Seiten der Staatsgewalt und Neofaschismus,

c) Massenarbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit, Lehrstellenmangel und Zukunftsängste,

d) Planlosigkeit, Anarchie des Marktes und konkurrenzbedingte Arbeitshetze,

e) Profitorientierte Zerstörung der natürlichen Ressourcen,

f) Internationale Kriegspolitik und Neokolonialismus

12. Nur die arbeitenden Menschen, genauer gesagt die Arbeiterklasse, hat ein objektives Interesse daran, die ökonomische Ausbeutung des Menschen durch den Menschen, die unentgeltliche Aneignung eines immer größer werdenden Anteils der Arbeit der werktätigen Bevölkerung (den Mehrwert) durch das Kapital, zu beseitigen.

13. Der Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit kann letztlich nur auf revolutionärem Wege, durch den einheitlichen Kampf der Arbeiterklasse überwunden werden.

14. Die Arbeiterklasse muss im Bündnis mit allen werktätigen Schichten nicht nur die bürgerliche Demokratie verteidigen.

15. Ferner muss sie eine antimonopolistische Demokratie erkämpfen. Es gilt hierbei, alle Teile des werktätigen Volkes und sogar der nichtmonopolistischen Bourgeoisie im Kampf gegen das Monopolkapital zu einen.

16. Die antimonopolistische Demokratie ist in Deutschland die Möglichkeit, den Weg für den Sozialismus zu öffnen.

17. Sozialismus in Deutschland und Europa bedeutet in erster Linie:

a)     die politische Herrschaft der Arbeiterklasse,

b)    Volkseigentum an den entscheidenden Produktionsmitteln,

c)     Planwirtschaft,

d)    Entlohnung nach Leistung

18. Die kapitalistische Staatsgewalt des deutschen und europäischen Kapitalismus wird abgeschafft und der sozialistische Staatsapparat bekämpft die Konterrevolution.

19. Durch die zunehmende Teilnahme aller Werktätigen an Wirtschaft, Politik, Kultur und Verteidigung werden die Vorraussetzungen zum Absterben dieses letzten Staates geschaffen.

20. Endziel des revolutionären Befreiungskampfes ist der Kommunismus im Weltmaßstab. Als klassenlose Gesellschaft verwirklicht der Kommunismus das Prinzip „Jeder nach seinen Fähigkeiten, jedem nach seien Bedürfnissen.“

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