Archiv für die Kategorie Frau & Sozialismus

Die SDAJ zieht in den Jugendstadtrat ein!

Veröffentlicht in Arbeiterinteressen, Arbeiterjugend, Über uns, Bürgerliche Demokratie, Das Bergische Land, Frau & Sozialismus, Interessenvertretung, Jugend am Mai 22, 2011 von SDAJ Solingen

Die Ergebnisse der Jugendstadtratswahlen stehen fest:

Nuria Cafaro ist hineingewählt worden.

Wir Sozialistinnen und Sozialisten der SDAJ wollen uns konsequent für die Interessen der arbeitenden und lernenden Jugend einsetzen und im Jugendstadtrat dafür wirken, dass wir ein nazifreies Solingen haben, dass wir ein Solingen mit Freizeitmöglichkeiten haben, dass die Gelder nicht für die Reichen, Profiteure* und politischen Einzeltänzer eingesetzt wird, sondern endlich für die Jugend ausgegeben wird!

Wir wollen also den Anspruch des Jugendstadtrats verwirklichen:

„Jugendliche sollen die Chance zur Mitgestaltung ihrer Umgebung und die Möglichkeit zu eigenverantwortlichem Handeln erhalten und an Planungen und Entscheidungen der Stadt beteiligt werden.“ (Satzung des JSR)
An dieser Stelle beglückwünschen wir unsere Kandidatin Joelle Möltgen – welche leider nicht in den JSR gewählt wurde – für ihren dennoch erfolgreichen Wahlkampf und ihren Kampf für die Interessen der Jugend.

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* wie die MVV, die unsere Stadt ausbluten lässt!

Sozialistinnen in den Jugendstadtrat!

Veröffentlicht in Arbeiterinteressen, Arbeiterjugend, Über uns, Frau & Sozialismus, Genossinnen & Genossen, Interessenvertretung, Jugend, Schülerinteressen am Mai 10, 2011 von SDAJ Solingen

„Jugendliche sollen die Chance zur Mitgestaltung ihrer Umgebung und die Möglichkeit zu eigenverantwortlichem Handeln erhalten und an Planungen und Entscheidungen der Stadt beteiligt werden.“ (Satzung des JSR)

Wir setzen uns konsequent für die Interessen der arbeitenden und lernenden Jugend ein, für ein nazifreies Solingen mit erweiterten Freizeitmöglichkeiten! Für den Ausbau des Südparks!

Darum vom 16. bis zum 25. Mai 2011: Nuria Cafaro und Joelle Möltgen in den Jugendstadtrat wählen!

Nuria Cafaro

Joelle Möltgen

Quote statt Profitinteresse!

Veröffentlicht in Arbeiterinteressen, Arbeiterjugend, Deutsche Ideologie, Feminismus, Frau & Sozialismus, Interessenvertretung, Jugend, Kapitalismuskritik, Klassenkampf am März 21, 2011 von SDAJ Solingen

Solche Zeiten sind anscheinend längst vorbei:

Als die SPD noch dem Marxismus und dem Fortschritt anhing, kämpfte sie für die Rechte der Frau.

Es ist eine Beleidigung für alle Frauen, dass die örtlichen JuSos gerade am 100. internationalen Weltfrauentag in einem Artikel gegen die Rechte von Frauen kämpfen.
Was aber besonders eklatant ist, ist die Begründung der Jung”sozialisten”:

Werden aber private Unternehmen zu der Einführung von Quoten verpflichtet, so stellt dies unstrittig einen Eingriff in die Vertragsfreiheit und vor allem in das Eigentumsrecht der Anteilseigner dar.

Da der Kapitalist seine Arbeiter und Arbeiterinnen möglichst danach aussuchen dürfen soll, wie sie ihm den meisten Profit erbringen, muss “unstrittig” auch eine Frauenquote weg. Denn Frauen können ja schwanger werden, werden in der Gesellschaft härteren sozialen Anforderungen gestellt, besorgen in der Regel die Haushaltsarbeit, bekommen heutzutage immer noch weniger Lohn für die gleiche Arbeit wie Männer und gelten gemeinhin als “schwächer”.
Rein nach Profitdenken ist also ein Mann wesentlich wünschenswerter für den Unternehmer.
Wir als Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend Solingen sehen allerdings überhaupt nicht ein, dass der Unternehmer, der den von uns erarbeiteten Reichtum zu großen Teilen einstreicht und uns nur über den Lohn – ein wenig – dran “beteiligt”, sich aussuchen darf, wie er am besten Profit aus uns herauspresst. Wir stellen uns gegen diese menschenfeindliche Logik und stellen dem die Forderungen entgegen:

- Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
- Frauen müssen die gleichen Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten erhalten wie Männer!
- Kostenlose Ganztagsplätze in KiTas und Schulen!
- Einführung des Rechts auf einen sicheren Arbeitsplatz auch nach einer Geburt!
- Quotierte Vergabe von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen entsprechend den Bewerbungen!
- Streichung des §218!
- Finanzielle Unterstützung unabhängiger Beratungsstellen und Frauenhäuser für misshandelte Frauen!

Gerade zum 100. Weltfrauentag* müssen wir erkennen, dass der Kampf um die Befreiung der Frau – nicht vom Mann, sondern vom Joch der profitorientierten Unterdrückung – trotz alledem weitergeführt werden muss. Wir fordern das Recht auf Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen!

“Der gesellschaftliche Fortschritt lässt sich exakt messen an der gesellschaftlichen Stellung des schönen Geschlechts (die Häßlichen eingeschlossen).” ~ Karl Marx an Ludwig Kugelmann, 12. Dezember 1868

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* Schön ist die Broschüre der Marxistischen Aktion Tübingen zum Thema Frauentag.

Heraus zum 100. internationalen Frauentag!

Veröffentlicht in Außerparlamentarische Macht, Feminismus, Frau & Sozialismus, Internationale Solidarität, Jugend, Kapitalismuskritik, Klassenkampf, Kommunismus, Sozialismus, Straße am März 5, 2011 von SDAJ Solingen

Die SDAJ Solingen dokumentiert an dieser Stelle einen Text der Marxistischen Aktion Tübingen, welcher dem Internationalen Frauentag gewidmet ist:

Internationaler Frauentag? Ein sozialistischer Kampftag!
Ob “Internationaler Frauentag”, “Tag der Werktätigen” oder “Tag der Sozialistin” – der 8. März hat sich im vergangenen Jahrhundert als ein bedeutendes Datum für den Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung weltweit etabliert und feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Jubiläum.

Ausgehend von den internationalen Arbeiterinnenprotesten in Textil- und Tabakfirmen riefen auf der ersten Frauenkonferenz in Kopenhagen 1910 die sozialistischen Frauenbewegungen zu einem gemeinsamen Aktionstag auf. 17 Nationen beschlossen, diesen Tag alljährlich „mit internationalem Charakter“ zu organisieren.

1920 wurde im revolutionären Russland zur Ehrung der Frauen in der Februarrevolution der Tag auf den 8. März festgelegt. Obwohl sich auch die bürgerliche Frauenbewegung aktiv mit der Frauenförderung auseinandersetze, war diese schon immer sozialistisch geprägt und wurde unter anderem von Rosa Luxemburg (1870 – 1919) und Clara Zetkin (1857 – 1933) vorangetrieben. Wichtige Themen damals waren gemeinsame Proteste für ein Frauenwahlrecht und die Abschaffung der Klassenverhältnisse.

Und heute, in der kapitalistischen Gegenwart? Frauen, so suggerieren Politik und Medien, hätten es noch nie „so gut gehabt“: Karriere ist auch mit Kindern vereinbar, Frauen können alles werden – von der erfolgreichen Chirurgin bis hin zur Bundeskanzlerin. Allerorts gibt es Initiativen und Fördermaßnahmen für Frauen sowie zahlreiche rechtliche Grundlagen für Mutterschaftsurlaub, gleiches Entgelt und gegen sexuelle Belästigung. Mädchen sind erfolgreicher in der Schule und sehen besser aus. Was will frau mehr?

Die Ergebnisse verschiedener aktueller Studien sprechen jedoch eine andere Sprache:

Es herrscht Stillstand, von wahrer Chancengleichheit kann auch heute noch keine Rede sein. In Deutschland ist Gleichstellungspolitik vor allem symbolische Kulturpolitik und als solche der Zweckmäßigkeit der Klassengesellschaft unterworfen.

Nancy Fraser, Politikwissenschaftlerin und bekannte Feministin, vertritt die Auffassung, dass Frauen heute eine im kapitalistischen System doppelt bedrängte Gruppe sind: Sie leiden zum einen unter der vorherrschenden geschlechtlichen Arbeitsteilung und den dadurch entstehenden ökonomischen Benachteiligungen. Frauen verdienen nach wie vor nicht soviel wie Männer – nach Zahlen der EU im nationalen Durchschnitt rund 22% weniger. Zum anderen haben Frauen mit mangelnder Anerkennung in der gesellschaftlichen Statushierarchie zu kämpfen, beispielsweise durch die fehlende Wertschätzung der Reproduktionsarbeit, also vornehmlich Hausarbeit und Ehrenamt. Die vorherrschende neoliberale Marktwirtschaft wirkt sich besonders fatal auf das Leben von Arbeiterinnen aus, da diese der Abbau von Sozial- und Gesundheitswesen am stärksten betrifft.

Es ist deshalb falsch, einzig gegen die „fehlende Anerkennung“ von Frauen in der Gesellschaft zu wettern und gleichzeitig ökonomische Ausbeutung zu ignorieren, wie im heutigen – zum bürgerlichen „Mittelschichtsphänomen“ verkommenen – Feminismus üblich. Ebenso wenig reichen Zuschreibungsautomatismen vieler heutiger Feministinnen aus, die die Unterdrückung der Frauen zu einem Großteil bei den tyrannisierenden Männern verorten, unter denen die Frauen alle gleichermaßen zu leiden hätten. Es genügt nicht, das Aufbrechen von tradierten Rollenstereotypen und das Entlarven der Geschlechter als pure „Konstrukte der Gesellschaft“ zur einzig notwendigen Maßnahme zur Befreiung der Frauen zu erheben. Vielmehr muss das Problem als strukturelles Problem begriffen werden, und besagte gesellschaftliche Konstrukte müssen als das erkannt werden, was sie sind: Legitimationsmechanismen der herrschenden Ausbeutungsverhältnisse.

Frauenarbeit ist nicht einzig und allein Sache der Frauen. Zum einen kommt Gleichstellung nicht nur ihnen zugute, sondern sie betrifft die Zukunft der gesamten Gesellschaft. Zum anderen gibt es nicht einfach “die Frauen”, die alle dieselben Interessen haben – vielmehr haben sie weit gefächerte Lebensentwürfe, die in den verschiedenen Feminismustheorien oftmals nicht berücksichtigt werden. In marxistisch-feministischer Tradition ist der Platz der Frauen in der Gesellschaft weder naturgegeben noch unabänderlich: Feminismus stellt Frauen und Männer nicht zwangsläufig gegeneinander, sondern trägt dazu bei, Seite an Seite für gemeinsame Interessen zu kämpfen.

“Die Frauenfrage ist keine Frage an sich und für sich, die durch Reformen zugunsten des weiblichen Geschlechts auf dem Boden der kapitalistischen Wirtschaft und innerhalb der bürgerlichen Ordnung gelöst werden kann. Meiner Überzeugung nach ist die Frauenfrage nur ein Teil der großen sozialen Frage. Und sie kann nur zusammen gelöst werden, wenn das Proletariat den Kapitalismus zerschmettert im gemeinsamen Kampf aller Ausgebeuteten, aller Unterdrückten, ohne Unterschied des Geschlechts.” - Clara Zetkin (Aus: Für die Befreiung der Frau. Ausgewählte Reden)

Löst sich also mit der Überwindung des kapitalistischen Systems die ‚Frauenfrage’ automatisch? Vermutlich nicht von alleine. Sie kann jedoch aus einer klassenlosen Gesellschaft heraus unabhängig und differenziert angegangen werden, bis sich eines Tages über die Menschen sagen lässt:

„[Sie] werden sich den Teufel darum scheren, was man heute glaubt, was sie tun sollen; sie werden sich ihre eigene Praxis und ihre abgemessene öffentliche Meinung über die Praxis jedes Einzelnen selbst machen – Punktum.“ – Friedrich Engels (Aus: Der Ursprung der Familie, MEW Bd. 21)

Die Marxistische Aktion Tübingen setzt sich deshalb für eine gemeinsame Bewegung von Frauen und Männern ein, die für gleiche Rechte, gleichen Lohn und gleiche Bildungschancen kämpfen. Es ist wichtig, dass sich Frauen politisch engagieren, gegen bestehende Vorurteile und Einschränkungen wehren und gemeinsam – mit den Männern – nach dem Grundsatz “linke Politik ist feministisch oder sie ist nicht links!” in Aktion treten.

Für eine Gesellschaft, in der die gesamte Menschheit emanzipiert ist.
Für eine Überwindung des Kapitalismus! Für den Kommunismus!

Weiterhin empfehlen wir den Klassiker von Friedrich Engels “Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats” sowie die Arbeiten der Genossinnen und Genossen der SDAJ Berlin, die sich eben mit jener Schrift in Vorbereitung des 8. März beschäftigt haben.
Die deutschen Gewerkschaften fordern, heute für morgen Zeichen zu setzen.

Wir möchten uns als Sozialisten und Sozialistinnen einer Frauenrechtlerin aus unseren Reihen anschließen:

“Einer der ersten großen Verkünder der sozialistischen Ideale, der Franzose Charles Fourier, hat vor hundert Jahren die denkwürdigen Worte geschrieben: In jeder Gesellschaft ist der Grad der weiblichen Emanzipation (Freiheit) das natürliche Maß der allgemeinen Emanzipation. Das stimmt vollkommen für die heutige Gesellschaft.” ~ Rosa Luxemburg (Hervorhebung v. SDAJ Solingen)

Tag der Vereinten Nationen für die Rechte der Frau und den Weltfrieden

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