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Quote statt Profitinteresse!

Veröffentlicht in Arbeiterinteressen, Arbeiterjugend, Deutsche Ideologie, Feminismus, Frau & Sozialismus, Interessenvertretung, Jugend, Kapitalismuskritik, Klassenkampf am März 21, 2011 von SDAJ Solingen

Solche Zeiten sind anscheinend längst vorbei:

Als die SPD noch dem Marxismus und dem Fortschritt anhing, kämpfte sie für die Rechte der Frau.

Es ist eine Beleidigung für alle Frauen, dass die örtlichen JuSos gerade am 100. internationalen Weltfrauentag in einem Artikel gegen die Rechte von Frauen kämpfen.
Was aber besonders eklatant ist, ist die Begründung der Jung”sozialisten”:

Werden aber private Unternehmen zu der Einführung von Quoten verpflichtet, so stellt dies unstrittig einen Eingriff in die Vertragsfreiheit und vor allem in das Eigentumsrecht der Anteilseigner dar.

Da der Kapitalist seine Arbeiter und Arbeiterinnen möglichst danach aussuchen dürfen soll, wie sie ihm den meisten Profit erbringen, muss “unstrittig” auch eine Frauenquote weg. Denn Frauen können ja schwanger werden, werden in der Gesellschaft härteren sozialen Anforderungen gestellt, besorgen in der Regel die Haushaltsarbeit, bekommen heutzutage immer noch weniger Lohn für die gleiche Arbeit wie Männer und gelten gemeinhin als “schwächer”.
Rein nach Profitdenken ist also ein Mann wesentlich wünschenswerter für den Unternehmer.
Wir als Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend Solingen sehen allerdings überhaupt nicht ein, dass der Unternehmer, der den von uns erarbeiteten Reichtum zu großen Teilen einstreicht und uns nur über den Lohn – ein wenig – dran “beteiligt”, sich aussuchen darf, wie er am besten Profit aus uns herauspresst. Wir stellen uns gegen diese menschenfeindliche Logik und stellen dem die Forderungen entgegen:

- Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
- Frauen müssen die gleichen Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten erhalten wie Männer!
- Kostenlose Ganztagsplätze in KiTas und Schulen!
- Einführung des Rechts auf einen sicheren Arbeitsplatz auch nach einer Geburt!
- Quotierte Vergabe von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen entsprechend den Bewerbungen!
- Streichung des §218!
- Finanzielle Unterstützung unabhängiger Beratungsstellen und Frauenhäuser für misshandelte Frauen!

Gerade zum 100. Weltfrauentag* müssen wir erkennen, dass der Kampf um die Befreiung der Frau – nicht vom Mann, sondern vom Joch der profitorientierten Unterdrückung – trotz alledem weitergeführt werden muss. Wir fordern das Recht auf Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen!

“Der gesellschaftliche Fortschritt lässt sich exakt messen an der gesellschaftlichen Stellung des schönen Geschlechts (die Häßlichen eingeschlossen).” ~ Karl Marx an Ludwig Kugelmann, 12. Dezember 1868

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* Schön ist die Broschüre der Marxistischen Aktion Tübingen zum Thema Frauentag.

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